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Zusammensetzung und Vorkommen von Bentoniten

Bentonit ist ein Ton, dessen Name ein amerikanischer Geologe einführte, als er um 1890 im Staate Wyoming (USA) in der Nähe von Fort Benton ein Tonvorkommen entdeckte. Diesen Ton nannte er nach seiner Fundstätte “Bentonit”.

Hauptbestandteil und maßgebend für seine Eigenschaften ist das Tonmineral Montmorillonit, so benannt nach einer Lagerstätte bei Montmorillon in Südfrankreich. Bentonit ist also der übergeordnete Begriff, sozusagen das Gestein, welches neben dem Hauptmineral Montmorillonit noch Begleitmineralien wie Quarz, Glimmer, Feldspat, Pyrit, Kalk usw. enthält.

 

In Deutschland befinden sich die technisch bedeutsamsten und derzeit größten Bentonitvorkommen in Bayern rechts und links der Isar, in der Gegend von Moosburg und Landshut.
Weiter gibt es noch Bentonite im Raum Thannhausen/Schwaben sowie bei Malgersdorf, südlich von Landau/Niederbayern. Montmorillonithaltige Tone kommen auch noch im Westerwald und in Schleswig Holstein vor.

 

 

Die niederbayerischen Bentonite sind Verwitterungsprodukte saurer vulkanischer Glastuffe. Es ist anzunehmen, dass diese Tuffablagerungen von weiter entfernten Vulkanen oder auch vom Meteoriteneinschlag im Nördlinger Ries stammen und die Bentonitlagerstätten durch Windverblasungen und Ablagerungen in Seen und Altwasserbereichen entstanden sind.
Den Bentoniten in diesen Lagerstätten wird ein spätobermiozänes Alter zugeordnet, d.h. sie sind vor etwa 10 Millionen Jahren entstanden.

 

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